Wie Sie einen Marder fangen können

Marder fangen – so geht’s

Hier finden Sie Informationen darüber, wie Sie einen Marder fangen können. Die Beziehung des Marders zum Menschen ist zwiespältig. In erster Linie allerdings werden Marder vom Menschen als Schädlinge betrachtet, da sie Schäden an Haus, Fahrzeug und Kleinvieh anrichten können. Als Kabelbeißer gefürchtet ist der oben bereits erwähnte Steinmarder. Hat er sich einmal eingenistet, ist es schwierig, den Marder zu fangen.

Er verursacht Schäden im Haus

Im Haus können Marder massive Schäden durch durchtrennte Kabel, Kot sowie verschleppte Gegenstände verursachen. Meist nistet sich der Marder im Dachboden ein und erzeugt dort erheblichen Lärm. Für die Einrichtung seines Quartiers entwendet er zahlreiche Gegenstände wie Handschuhe und Dämmmaterial. Viele Versorgungsleitungen im Haus verlaufen im Dachboden und der Marderkot verursacht stechende Gerüche. Hat sich ein Marder im Haus eingenistet, so ist es wichtig, den Marder zu vertreiben oder eben zu fangen, bevor er weitere Schäden anrichtet.

Er verursacht Schäden am Fahrzeug

An Fahrzeugen können Marder erhebliche Schäden erzeugen. Vor allem Fahrzeuge, die täglich zwischen zwei Orten pendeln und von verschiedenen Mardern als ihr Revier markiert werden, sind von Marderschäden betroffen. Obgleich die Aktivität der Marder an Fahrzeugen während der Paarungszeit am höchsten ist, sollten im Freien parkende Fahrzeuge ganzjährig vor Mardern geschützt werden.

So können Sie den Marder fangen!

Schritt 1: Besorgen Sie sich eine Marderfalle

Die beste Methode in der Marderabwehr ist, ihm gar nicht erst die Möglichkeit zur Einnistung zu geben. Wurde dies versäumt oder hat der Marder die Schutzmaßnahmen überwunden, so muss man den Marder fangen.  Dies tun Sie mit einer Lebendfalle und dem richtigen Köder.

Das Marder fangen mit der Lebendfalle ist relativ einfach, kann manchmal aber einige Zeit in Anspruch nehmen. Da sie eher scheue Tiere sind, müssen sie erst „überzeugt“ werden, um in die Falle zu gehen. Eine Marderfalle ist offen gebaut, d.h. sie ist von beiden Seiten zugänglich. In der Mitte der Falle befindet sich ein Auslöser. Bei ausreichender Resonanz auf den Auslöser werden (zeitgleich) beide Eingänge geschlossen und das Tier sitzt fest und ist gefangen.

Marder fangen mit einer Kastenfalle

Mit einer Kastenfalle können Sie einen Marder fangen

Es gibt zwei verschiedene Materialien bei den Fallen. Oben sehen Sie eine sogenannte Kastenfalle, welche aus Holz gearbeitet ist. Alternativ sind auch Gitterfallen erhältlich, welche aus stabilem Draht gearbeitet sind. Letztere haben den Nachteil, das ein gefangener Marder durch das Gitter beißen und Verletzungen herbeiführen kann. Achten Sie in jedem Fall auf eine ausreichende Größe der Falle, damit sich der Marder nicht verletzt. Hier lesen Sie mehr über eine Marderfalle und worauf Sie genau achten sollten und wo Sie die günstigsten Fallen kaufen können. Eine Falle selber zu bauen lohnt sich unserer Meinung nach nicht, denn Sie erhalten qualitativ hochwertige Fallen bereits um 50 € – dafür erhalten Sie kaum das Material, welches Sie für den Selbstbau benötigen.

2. Den Marder anlocken – mit einem Köder

Damit der Marder aber auch in die Falle hinein geht, müssen Sie ihn mit einem Köder überzeugen. Die Allesfresser mögen neben trockenem Obst (Pflaumen, Datteln oder Aprikosen) und Nüssen auch gerne Eier und Fisch. Frisches Fleisch in der Nähe ihres Quartiers hingegen macht sie misstrauisch, da sie dadurch ein weiteres Tier als Gefahr für sich vermuten. Legen Sie zusätzlich eine Spur mit dem Köder oder mit einem Lockmittel und der Marder wird sich so hoffentlich schnell von Ihnen fangen lassen.

Wir empfehlen Ihnen als Marderfalle Köder für in der Falle:

  • Ein weißes rohes Ei, dazu Trockenobst oder Nüsse mit Honig
  • Ein Stück rohes Fleisch oder Katzenfutter

Als Lockmittel empfehlen wir:

3. Sie haben den Marder gefangen – und nun?

Haben Sie den Marder gefangen, so setzen Sie ihn mindestens 50 Kilometer Luftlinie entfernt aus, da er sonst den Weg zurückfinden kann. Je nach Bundesland können Sie den gefangenen Marder auch an den zuständigen Förster übergeben. Sie dürfen den Marder nicht töten – er gehört zum Haarwild und unterliegt somit in Deutschland dem Jagdrecht.

4. Sorgen Sie dafür, dass er nicht wieder kommt

Auch wenn Sie den Marder nun los sind – wenn Sie nichts daran ändern, dass sich Marder grundsätzlich bei Ihnen wohlfühlen, kommt bestimmt der nächste vorbei. Deshalb sollten Sie dafür sorgen, dass Sie Ihr Auto, Ihren Dachboden oder auch Ihre Garage „mardersicher“ sind. Schauen Sie am besten mal auf diesen beiden Seiten vorbei. Dort zeigen wir Ihnen, welche Möglichkeiten es gibt, um Mardern vorzubeugen:

Wen genau wollen Sie eigentlich in die Falle locken?

Marder sind keine Nagetiere, sondern Raubtiere. Fälschlicherweise werden sie aufgrund ihres starken Gebisses und der dadurch verursachten Schäden häufig als Nagetier eingestuft. Die Familie der Marder ist groß und reicht vom winzigen Mauswiesel mit lediglich 25 g Körpergewicht bis his zum Riesenotter und Vielfraß, der bis zu 30 kg schwer werden kann. Wenn Sie „einen Marder“ fangen wollen und in Mitteleuropa wohnen, dann werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit einen Steinmarder fangen wollen. Seine Größe ist nicht zu unterschätzen: Sie erreichen eine Länge von 40 bis 55 cm, hinzu kommt der Schwanz mit einer Länge von 22 bis 30 cm. Sie werden 1 bis 1,5 kg schwer. Die Tiere können bis zu 20 Jahre alt werden.