Darf man einen Marder töten oder vergiften?

Darf man Marder töten oder vergiften?

Das ist eine verständliche Frage – darf man einen Marder töten oder vergiften? Nun, wenn Sie einen Marderschaden am Auto haben, er Ihren Dachboden verwüstet oder aber im Hühnerstall war – den Unmut über ihn können wir durchaus verstehen. Und wenn dabei einem Haustier zu schaden kam oder aber ein großer finanzieller Schaden entstanden ist, dann können wir auch verstehen, wenn Sie ihn endgültig loswerden möchten. Es ist jedoch gesetzlich verboten, einen Marder zu töten oder zu vergiften. In diesem Artikel erfahren Sie, was erlaubt und was verboten ist und wie Sie den Marder auch ohne Gewalt verjagen können.

Einen Marder darf man nicht töten…

Egal wie hoch der Schaden oder wie groß der Ärger auch war, der von dem Tier verursacht wurde – einen Marder töten oder vergiften ist verboten. Mit fast 100%iger Wahrscheinlichkeit werden Sie es mit einem Steinmarder zu tun haben. Dieser wird nicht vom Artenschutz geschützt, gehört aber zum Haarwild und unterliegt somit in Deutschland dem Jagdrecht. Sie dürfen ihm nur „an den Kragen“ gehen, wenn Sie einen Jagdschein besitzen – aber auch dann müssen Sie viele wichtige Aspekte beachten.

Wenn Sie ihn einfach so z. B. durch eine Todfalle oder durch Gift wie Rattengift töten, dann machen Sie sich strafbar! Mehr über die gesetzlichen Regelungen erfahren Sie im Jagdschutzgesetz – beachten Sie dabei auch unbedingt die Regelungen für Ihr Bundesland (Landesjagdgesetz). Erfahren Sie mehr über das Jagdrecht in Deutschland. Während der Schonzeit, welche vom 01. März bis zum 16. Oktober eines jeden Jahres geht, dürfen Marder z. B. nicht gejagt und auch nicht gefangen werden. Dies liegt unter anderem daran, dass in dieser Zeit auch die Jungen aufgezogen werden. Wenn sich ein Marderweibchen z. B. Ihren Dachboden als Aufzuchtort ausgesucht hat und Sie würden die Mutter töten, dann verenden ihre Jungen. Da die Mutter diese gut versteckt großzieht, kann es sein, dass Sie diese nicht finden werden und Sie anschließend einen sehr unangenehmen Geruch auf Ihrem Dachboden haben werden. Wenn Sie unsicher sind oder Fragen haben, dann können Sie den in Ihrer Region zuständigen Jäger oder Förster um Hilfe bitten.

Wenn Sie einen Marder loswerden möchten, dann bieten sich aber jede Menge gewaltfreie Möglichkeiten an, die Ihnen die Nerven schonen werden. Welche Möglichkeiten erlaubt sind und wie Sie den Marder endgültig vertreiben, erfahren Sie nun.

Marder töten ist verboten

Einen Marder darf man nicht töten oder vergiften

Marder vergiften? Lieber vertreiben…

Anstatt einen Marder zu töten oder zu vergiften, können Sie ihn auch einfach vertreiben. Hierfür ist es zunächst einmal wichtig, wo genau sich der Marder bei Ihnen aufhält – denn für die verschiedenen Orte gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

Ein ungebetener Mitbewohner auf dem Dachboden oder im Hühnerstall

Wenn die nachtaktiven Tiere Ihnen den Schlaf rauben und von Fäkalien und Essensresten unangenehme Geräusche von Ihrem Dachboden kommen, dann möchten Sie den Marder verständlicherweise ausquartieren. Damit Sie ihn nicht töten müssen, hier eine gewaltfreie Alternative:

  1. Den Dachboden gründlich und hygienisch reinigen und alle Reste entfernen. Verwenden Sie hierfür am besten zusätzlich einen Duftmarkenentferner.
  2. Ultraschallgeräte aufstellen
  3. Nach ein paar Tagen offensichtliche Eintrittsstellen verschließen (nicht zuerst, damit der Marder, falls er sich noch oben versteckt hat, auch wirklich den Boden verlassen kann).

Die Ultraschallgeräte senden Töne in Frequenzbereichen ab, die wir nicht hören können, für den Marder ab sehr unangenehm sind. Die Tiere werden deshalb Ihren Dachboden meiden. Je nach Größe Ihres Dachbodens können auch mehrere Geräte notwendig sein. Es gibt die Geräte mit einem Netzstecker und dem klaren Vorteil, dass Sie sich anschließend nicht mehr um das Gerät kümmern müssen. In schwer zugänglichen Stellen oder Dachböden ohne Steckdosen bieten sich batteriebetriebene Geräte an – mit diesen sind Sie sehr flexibel, sollten jedoch alle paar Wochen einmal den Batteriestatus überprüfen. Sie müssen so also keinen Marder töten, um dauerhaft ohne Untermieter zu wohnen. Mehr über die Möglichkeiten, Ihr Haus und Ihr Dach marderfrei zu gestalten, erfahren Sie hier: Marder im Haus oder Dach vertreiben. So halten Sie Ihr Haus frei, ohne Marder töten zu müssen!

Ihr Auto wirksam vor einem Schaden schützen

Auch Ihr Auto können Sie ganz gewaltfrei schützen. Hierfür gibt es drei Varianten:

  1. Ultraschall-Geräte (siehe oben), die an die Autobatterie angeschlossen werden
  2. Geräte, welche nach dem Weidezaunprinzip mit Elektroschocks arbeiten und ebenfalls an die Autobatterie angeschlossen werden
  3. Mardergitter, die unter das Auto gelegt werden

Wir haben Ihnen die Möglichkeiten im Detail auf dieser Seite vorgestellt: Marderschutz für Ihr Auto.

Den Marder fangen – mit einer Falle

Mit einer Marderfalle können Sie den Marder – außerhalb der Schonzeit – auch ganz einfach fangen und anschließend in ausreichender Entfernung wieder aussetzen. Auch wenn die Versuchung groß ist, wenn Sie ihn gefangen haben – vergiften oder töten Sie ihn nicht. Lassen Sie ihn einfach in mind. 50 km Entfernung in der Nähe eines Waldes wieder frei – er wird nicht „nach Hause“ finden. Auch hier ist bei Unklarheiten der Förster in Ihrer Region Ihr Ansprechpartner. Mehr erfahren Sie auf dieser Seite: Marderfalle Ratgeber.

Zeit und nerven sparen – Hausmittelchen helfen nicht

Auch die bekannten Hausmittel wie Klosteine oder Hundhaare werden nicht helfen. Setzen Sie lieber auf wirkungsvolle Geräte. Diese kosten zwar in der Anschaffung etwas mehr als Hundehaare, helfen aber wirklich. Denn wenn Sie hier sparen, ist die Gefahr eines Schadens wesentlich größer. Und der bringt mehr Ärger, zeitlichen Aufwand und finanziellen Schaden mit sich…

Fazit: Finger weg von Rattengift & Co.

Tun Sie sich und dem Tier etwas Gutes und vergessen Sie Gift oder Todfallen. Es gilt: Keinen Marder töten, sondern lieber alle Marder vertreiben! Setzen Sie lieber auf wirksamen Marderschutz – so haben Sie langfristig Schutz vor den Tieren und halten sich an die gesetzlichen Regelungen.

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